Jesu Joch

Fr 29.04.2022 💐 45. ter Hochzeitstag

Mt 11:29+30

„Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.“

Ist nicht das, was Du trägst, unfassbar schwer? Du trägst die Last der Menschen, der ganzen Welt.

Oder ist zunächst nur gemeint, das Joch des Gehorsams?

In Dein Gehorsam einzutreten ist leicht, weil Du es bist.

a) Das Gute gönnend, gebend.

Was Du mir aufträgst, ist unbedingt und allezeit gut, gut für mich, aber auch gut, weil es in Bezug zum Anderen ist und in Bezug zu Dir.

b) Von Herzen demütig.

Ich diene in keiner Weise Deiner Laune oder Deinen Machtinteressen. Du bist mir bedingungsloser Freund, der jeden Weg mit mir geht – aber eben einer, der die Dinge durchschaut und dessen Wort so gut ist, dass ich es unbedingt befolgen sollte. Vielleicht wie der Engel in der Geschichte des Tobias.

Vorher steht das Wort von der Offenbarung an die Unmündigen.

Auf dem Raumschiff des Universums meines Lebens ist es nötig, sich dem anzuvertrauen, der mich dort heil durchbringen kann. Ich folge Deinen Anweisungen, führe mich Herr.

Zeige mir, wo ich ungehorsam und zögerlich bin und erbarme Dich über meine Ängste.

In den Kelch des Blutes Jesu gießt der Priester einen kleinen Schluck Wasser. Das ist mein Beitrag zu dem Ganzen.

Dass Du dies annimmst und sogar darauf wartest, verstehe ich nicht, aber es freut mich sehr. Danke, Herr Jesus.

Kraft

Es löst auch das Problem der Kraft. Denn was Du mir aufträgst, ist leicht. Es steht so da und ich weiß es. Nur das Gehen des eigenen Weges ist mit Überforderung verbunden.

Es fühlt sich manchmal schwer an, loszulassen und zu vertrauen. Mut scheint eine spezielle Art von Kraft zu brauchen.

Herr Jesus, manchmal erkenne ich es nicht richtig. Z. B. als ich Probleme mit Magen und Darm hatte und das Gefühl hatte, es geht zu nahe an meine Grenze der Überforderung.

Aber es hat diese Grenze nicht überschritten.

Überforderung

In der Verbundenheit mit dem Anderen erlebe ich zuweilen, dass mir die Not und das Leid der Anderen zu groß erscheint.

Seien es die Menschen in dem Stahlwerk in Mariupol. Oder auch die Not von K., die aus der alten Prägung nicht herauskommt. Auch bei Hanne denke ich manchmal, dass ihre Last an Krankheiten doch zu groß ist.

Du weißt mir das Maß des Mit-tragens zu, Herr Jesus. Ich will nicht zu früh ausweichen in Lösung oder Vermeidung.

Siehe auch Mein Joch ist sanft am 07.12.2022

Mir scheint dort ist es einen Schritt dichter dran.

2 Kommentare zu „Jesu Joch

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