Die Zustimmung muss vorliegen

Fr 17.11.2023

Lk 17:26-37 Einer wird genommen, der andere zurückgelassen.

Meine Entscheidung fällt in der Nacht – nicht bei Licht.

Wenn die Engel kommen, werden sie niemanden mitnehmen, der diesem nicht innerlich zugestimmt hat – ja hatte.

Aber an dem Tag werde ich nicht erneut gefragt.

Wenn ich die große Scheidung sehe, verblasst wohl der Glanz meines Lebens in der Welt und es scheint klar, wohin ich will.

Aber so ist es nicht. Wohin ich will, kann ich nur in der Finsternis sagen.

„Genommen“ zu werden, bedeutet den vollkommenen Verlust der Souveränität. Und das geschieht nicht gegen meinen Willen.

Ich sterbe gegen meinen Willen – aber ich werde das Leben bei Gott nicht gegen meine Willen leben.

Und das ist keine Wahl zwischen Himmel und erkennbarer Hölle.

Es ist die Wahl zwischen Selbstbezogenheit und Selbstliebe hier und Gottes und Nächstenliebe dort.

Könnte ich Gott etwas vorwerfen, wenn Er mich lassen würde?

Oder wäre es nicht eigentlich mein Wille gewesen.

„Lass mich noch eine kleine Weile fröhlich sein in dieser Welt, die ich kenne.“

Vielleicht ist das „kennen“ sogar im Vordergrund. Ich vertraue dem, was ich kenne – mehr als dem, der mich liebt?

Kann ich all das loslassen? Alle eigene Sicherheit?

Es ist ja ein Sterben – ja vielleicht ist es einfach sterben.

Wenn es jetzt an der Tür klingelt und es stehen Männer da …

Wie es war für viele, ja fast alle Juden vor 75 Jahren hier, in der Umgebung.

Weil du Jude bist …

Weil du doch lieber zu Jesus gehören willst …

In der Zeit, als Lukas dies schrieb: weil du andauernd von Christus sprichst.

In noch größerem Maß in vielen Ländern der Welt heute: weil du nicht mehr Moslem sein willst.

Warum will ich mich nehmen lassen?

Weil es mir hier schlecht geht?

Weil ich mir was Tolles im Himmel vorstelle?

Weil ich mir irgendetwas davon verspreche?

Oder

Weil ich Dir recht gebe, Vater: Du bist gut, du bist alles Wert, und wenn es nur Dich ehrt und sonst nichts – dann ist es recht so.

Denn so ist Er.

Er gibt mir sich (in Christus) – ob Er etwas davon hat, oder nicht!

Es kauft mich nicht in Sein Reich hinein, sondern von der Welt los. Ob ich in Sein Reich will, hat Er nicht in der Hand – weil Er auf mich wartet.

Ob ich komme oder nicht.

So sehr ehrt er mich.

Sollte ich diesem Gott nicht die Ehre geben?

Wahrheit ohne Lohn

Ist es wahr, dass ich Dich liebe, auch ohne Lohn?

Kann ich mich wirklich ganz aufgeben, um Dich zu ehren?

Es ist nicht das Erste, was Du fragst.

Aber es die Frage, die spüren lässt, dass die Heiligkeit Gottes und des Menschen darin liegt. Die Eifersucht Luzifers, dessen Glanz sein Lohn war, und der diesen Glanz höher achtet als die Liebe.

Es ist seine Eifersucht darauf, dass wir Menschen dies können.

Der Tausch Welt gegen Gott beinhaltet auf der Seite der Welt auch mich selbst.

Darum steht dort:

“‭33‭ ‭Wer‭‭ da sucht‭‭, seine‭ Seele‭ zu erhalten‭‭, der wird sie‭ verlieren‭‭; und‭ wer‭‭ sie‭ verlieren‭‭ wird, der wird ihr‭ zum Leben helfen‭‭.‭”

Erst, wenn ich die Tür hinter mir ganz geschlossen habe, geht das Licht an.

Und nur, wenn ich dem Schließen der Tür zugestimmt hatte, wird sie hinter mir geschlossen, ansonsten wird sie vor mir geschlossen.

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