Den Weg bereiten

Sa 16.12.2023

Mt 17:9a, 10-13 Johannes der Täufer ist Elia.

Warum soll und muß ein „Vorläufer“ kommen?

Johannes, der Vorläufer, ist ein Mensch, ein ganzer Mensch und nichts als ein Mensch.

Er trägt unsere Aufgabe.

Er ruft: „Komm, komm Herr“.

Er offenbart, dass Menschen Gott wollen.

Er gibt dem Menschen die Würde, Gott ein Gegenüber zu sein.

Wir haben etwas, auf das Gott wartet.

Wir sind nicht Gottes Objekte allein.

Bei aller Asymmetrie – da ist ein Splitter von Gottes Antlitz in uns.

Wie ein Doppelschlüssel.

Der Tresor braucht beide Schlüssel.

Mein Ja und Gottes Ja.

Dabei kann mein Ja nur ein Ja mit Haut und Haaren sein.

Der ganze Wille, alles Denken, die ganze Person.

Weniger hast Du auch nicht gegeben.

Und was der Mensch kann sehe ich an Elia, an Johannes, an Israel.

Zeit und Maß

Wir sind nicht digital, sondern wir leben in der Zeit.

Zwar eine begrenzte Zeit – aber eine Zeit.

Heiligung hat mit fallen und aufstehen zu tun.

Mit dem Auskehren des Hauses und dem erneuten Auskehren des Hauses.

Denn nicht die Sauberkeit ist das Maß, sondern die Treue des säuberns selbst.

Und Treue erweist sich in der Zeit – nicht im einzelnen Akt allein.

Tat und Wiederholung.

Handwerkliches lernen und üben.

Erkennen und praktizieren und erneut erkennen und praktizieren.

Beispiel Stille

Wenn ich am Morgen einen Abschnitt in der Bibel lese, ist es, als wenn ich den Spaten in die Hand nehme.

Es ist noch nicht gegraben.

Erst wenn ich anfange, den schier endlosen Acker meines Herzens umzugraben, geschieht etwas, verändern sich etwas.

Wird ein Raum geschaffen für die Saat Gottes.

Am nächsten morgen schaue ich auf den Acker – und sehe, dass ich den ganzen Tag auf ihm rumgelatscht bin. Es scheint hoffnungslos zu sein.

Nun aber die Treue.

Grab wieder um.

Denn der Erfolg ist nur Kompass, aber kein eigenes Ziel.

Den Erfolg schenkt Gott – wenn er mein bemühen sieht.

Ich kann keine Frucht bringen – ich kann nur den Acker umgraben

und Gott anhaltend um Frucht bitten.

Das Er säe zwischen all den Trittspuren meines Versagens.

Johannes der Täufer

Er wird gebraucht.

Er ist mein Vorbild, vielleicht mehr als Jesus.

Denn er tut, was Menschen können und sollen.

Und in diesen Acker gebiert Maria Jesus.

Der Himmel berührt die Erde, den dreckigen Boden – mich.

Johannes ist nicht das Ziel meines Lebens – aber er ist dass was ich tun kann.

Und indem ich das tue, nehme ich ab – Er aber wird zunehmen.

Unser Leben ist allezeit Advent.

Warten durch bereiten.

Nicht zumeist abwarten – sondern bereiten.

Die Hügel einebnen und die Täler füllen.

“‭3‭ ‭Es ist eine Stimme‭ eines Predigers‭‭ in der Wüste‭: Bereitet‭‭ dem HERRN‭ den Weg‭, macht‭‭ auf dem Gefilde‭ eine ebene‭‭ Bahn‭ unserm Gott‭!‭ ‭4‭ ‭Alle Täler‭ sollen erhöht‭‭ werden und alle Berge‭ und Hügel‭ sollen erniedrigt‭‭ werden, und was ungleich‭ ist, soll eben‭, und was höckerich ist, soll schlicht‭ werden;‭ ‭5‭ ‭denn die Herrlichkeit‭ des HERRN‭ soll offenbart‭‭ werden, und alles Fleisch‭ miteinander‭ wird es sehen‭‭; denn des HERRN‭ Mund‭ hat es geredet‭‭.‭”

(Jesaja 40:3-5, Lut)

Es ist nicht, weil der Messias keine Berge steigen könnte oder nicht durch Täler gehen möchte.

Es ist, weil Er sonst uns nicht in unserem Herzen besuchen kann – denn das Herz ist voll von „Unpassierbarem“.

‭ סכר rekec ‭reh’- kes‭ ‭unpassierbar.

Jesus sucht die kämpfende Truppe auf, nur auf ihrem Banner steht Sein Name.

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