Was ist das Reich Gottes

Di 09.07.2024

Mt 9:32-38 Heilung eines Stummen und Reich Gottes

In dem Evangelium (bitte lesen) geht es um verschiedene Dinge – wie stehen sie im Zusammenhang?

Und: Das Evangelium passt zu der Frage eines Lesers:
<Bitte aus dem Vaterunser: Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Ist die Realität des Himmels die eigentliche Erdenrealität, die von unserer Zustimmung abhängt?>

Ich ergänze diese Frage mit eigenen Fragen.

Puzzleteile

Jesus vollzieht gewiss das Reich Gottes auf der Erde. Und: Er spricht immer vom kommen des Reiches, von der Nähe.

Ein Element des Reiches Gottes scheint sein kommen selbst zu sein.

Das herausgehen aus dem Vollkommenen (Jesus war vorher im Himmel) und der Prozess das Werdende zu gewinnen, zu heiligen.

Mir scheint, es gibt:

a) das „noch nicht“ des Reiches Gottes. Das Nahe-sein und der Wandel selbst.

b) das Reich Gottes selbst.

Wie ist es im Reich Gottes? Kann es einen „ewigen Sabbat“ geben?

Was ist nach der Arbeit der Arbeiter? Gibt es ein danach?

Haben wir ein Ziel, dass nicht wiederum in dem Arbeiten am Ziel besteht?

Jesus kam aus dem Vollkommenen. Gibt es einen Wandel im Vollkommenen oder gehört zum Wesen des Vollkommenen das Arbeiten am Unvollkommenen?

Philosophisch scheint das ein Widerspruch zu sein – vielleicht ist es aber doch so.

Denn die Liebe ist mehr als Vollkommenheit!

Sie ist nicht das Ende allen Mangels – sondern eine ganz andere Kategorie.

Vielleicht sind wir so sehr auf ein Ziel aus, die Möglichkeit eines „fertig“, dass wir am Eigentlichen vorbeigehen.

Dann könnte die Bitte des Vater-unsers sich ebenso auf den Himmel beziehen, denn das heiligen der Welt ist Bestandteil des Himmels. Der Himmel selbst wird geheiligt.

In der Trinität gibt es kein „fertig“. Vollkommen ist es nur von außen. Unwandelbar ist das Lebendige selbst. Der immerwährende Austausch.

Die immer wieder neue Hingabe des Willens Jesu an den Willen des Vaters, wie es in Gethsemane geschah.

Es gibt vielleicht keinen anderen Jesus vor der Hingabe und nach der Hingabe.

Heilung eines Stummen

Jesus heilt den Stummen. Das Wesen des „nicht Reiches“ ist offenbar stumm.

Aber was hat der Mensch denn zu sagen?

Wenn Gott alles in allem ist, dann brauche ich nichts mehr zu sagen.

Aber Gott ist erst mit dem Menschen alles in allem – so hast Du es gewollt.

Deine Seite ist offen (von der Lanze des Hauptmanns) und kann und soll nur an mir und uns vollkommen sein (nicht geschlossen – eben nicht geschlossen!).

Zum Reich Gottes gehört das Reden des Menschen.

Die Frage Gottes an mich: „Was willst du, Andreas?“

Sie ist Bestandteil Gottes. Deshalb ist die Heilung des Stummen Reich Gottes.

Das eine ist die Heilung (a), das andere ist das reden des Menschen (b), mit Gott und miteinander, ja, mit der Schöpfung (Es werde).

Reden ist wandeln des Geistes (vom Geist) ins Leibliche (auch Irdische).

Heiliger Geist

„Zwei“ wäre wie ein Edelgas. Es bleibt für sich. Drei ist ein Elektron mehr auf der äußern Bahn (z. B. Wasserstoff) – immer bereit für Wirksamkeit.

Merkmal Gottes ist nicht nur Vollkommenheit, sondern auch Lebendigkeit.

Dann wäre der Himmel im Gebet des Vater-unser nicht wie ein Vorbild, sondern Bestandteil.

Ist der Schabbat das Ende der Woche? Und das Ziel von allem?

Oder gehören der Schabbat und der Sonntag, der achte Tag, zusammen. Das Vollkommene und das Unvollkommene sind Bestandteil desselben.

Eine paradoxe Frage hat als Lösung oft ein „Zugleich“.

Hat die Arbeit für das Reich Gottes die Vollendung zum Ziel und was wäre das für eine Liebe, die „fertig“ ist. Das ist solch eine paradoxe Frage.

Bist Du es?

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