Es geht um den Inhalt meines Glaubens

Mi 31.07.2024 Ferna / Tastungen

Mt 13:44-46 Die Perle und der Kaufmann

Ein Kaufmann sucht Perlen und findet eine besonders wertvolle Perle. Er geht und verkauft alles, was er hat und kauft sie.

Zersplitterter Glaube

Menschen glauben immer irgendetwas. Viele Menschen glauben auch an Jesus Christus – unter anderem.

Mag sein, dass Er ganz wichtig ist.

Er ist Bestandteil ihres Lebens. Vielleicht sogar unveräußerlicher Bestandteil.

Aber sie haben nicht alles andere in ihrem Leben verkauft.

Und das hat gravierende Folgen. Folgen, die das Leben kosten können.

Die Herrlichkeit der Perle verbirgt sich in den Umständen des Alltages

In diesem Tag heute.

Mein Tag heute wird einiges enthalten, was ich nicht möchte.

Und so ist es an mir, zu verkaufen (vergessen), was ich möchte und mich ganz darauf einzulassen, was Seine Herrlichkeit für diesen Tag ist.

Gott verleiht mir Sein Herz für jede Begegnung mit Dingen und Menschen dieses Tages.

So sehr und sofern ich das meine (meine Perlen) hingebe, wird der Tag die herrliche Perle Gottes offenbaren.

Restlos

Ein Merkmal, ein unverzichtbares Merkmal, ist die Restlosigkeit. Die Restlosigkeit der Hingabe des je Eigenen.

Du, Vater, bist ein eifersüchtiger Gott. Du willst alles von mir und mehr – mich selbst.

In einer Ehe, die ich begleite, gibt der Mann seiner Frau viel, sehr viel. Mehr als die meisten anderen die ich kenne.

Aber er hat noch zwei andere Perlen.

Die Ehe steht im Begriff zu scheitern.

Niemand kann zwei Herren dienen.

Ich erkenne die Perle nicht

Die Perle verbirgt ihren Glanz, wenn sie neben anderen Perlen liegt.

Ich kann ihren Wert nur in ihrer Einzigartigkeit und in ihrer Vollständigkeit erkennen.

Jede andere Perle, um die ich sorge, verdunkelt den Glanz so sehr, dass die Perle ihre Kraft verliert.

Leiden

In einer feinen Predigt gestern war das Leiden Thema. Leiden als Passivform des Erlebens von Dingen. Nicht nur Krankheit, auch Umstände. Zudem Eigenschaften und Wirken anderer auf mich – auch mein eigenes Fehlverhalten als leiden an mir selbst.

Halte ich daran fest, mein Erleiden der Welt selbst zu bestimmen, ist dies eine Sorge um mich. Ich werde die Herrlichkeit des Vaters nicht erleben.

Was ist die Perle

Es ist der Wille Gottes.

Alles Leid kommt aus der Abzweigung meines Willens zum Willen Gottes. Als paralleler Wille, der sich auf anderes bezieht außer Ihm. Aus dem Willen, Ihm etwas vorzuenthalten, was mein Eigenes ist.

In besonderer Weise ist es die Sorge. Die Sorge ist Ausdruck der Eigenliebe. Die Eigenliebe liebt etwas außerhalb Gottes, die je eigenen Perle.

Praxis

Wenn ich nun an meinen Tag denke, worum sorge ich?

Darum, einen schlechten Eindruck zu machen? Darum, zu wenig Pause zu bekommen? Darum, eine unverständliche Andacht zu halten? Darum, es nicht sein lassen zu können, zum Frühstück Nutella zu essen?

Schon komisch, die Sorge einfach mal zu benennen.

All das darf passieren, denn es ist nicht mehr meine Sorge. Ich will sorgen, ganz auf Dich zu achten und zu vertrauen. Mit all der Energie, die ich sonst in die Sorge stecke, will ich Dich in den Umständen und Menschen des Tages suchen und so ehren.

Denn für mich ist gesorgt – Du sorgst für mich.

Mir geschehe nach Deinem Willen – so auch das Fazit der wunderbaren Predigt von gestern. Danke, Bruder.

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