Ausgeschlagene Liebe

Di 05.11.2023

Lk 14:15-24 Das große Abendmahl

Abschlussmahl

Dieses Abendmahl ist eine Art großes Abschlussmahl. Noch einmal werden Menschen gefragt. Noch einmal – denn es waren alles Freunde des Hausherren. Sie kannten sich und standen im Adressverzeichnis Gottes.

Sie kannten die Boten, sie wussten, um was es geht. Freunde Gottes, so dachte Gott, so dachten sie wohl auch selbst.

Aber bei aller Freundschaft – heute habe ich diese wichtige Sache. Bitte geh, und entschuldige mich.

Der eine legt sie Grundlage, der andere steht in der Fülle der Kraft, und schließlich der, der den Höhepunkt des Lebens feiern will.

Alles gute Gründe, ja einer besser als der andere.

Ich entdecke in mir, dass mir einer besser erscheint als die anderen beiden.

Es is die Verwechslung von Relativem mit Absolutem.

Hat der Herr ein Recht, sie für ewig auszuschließen?

Dieses „keiner“ und „wird je“ erinnert an die Sünde wider den Heiligen Geist, eine Sünde die nicht vergeben wird.

Ist es nicht ein Unterschied, ob jemand aus nichtigen Gründen absagt, oder aus wirklich wichtigen?

Ich suche, ob ich einen Christen kenne, der Gott nicht als jemanden ansieht, der doch „das beste für mich will“. Also einen guten Acker (Beruf), ein starkes Ochsengespann (toller Studienabschluss) oder erst recht das höchste: eine wunderbare Ehe.

Ich aber sage: Wer so denkt, ist bestenfalls am Anfang seines Glaubenslebens.

Ich bin gewiss: Gott hat den Menschen nicht für den Menschen gemacht, sondern für Gott.

Ein Gott, der Seinen Sohn in die Ohnmacht, in das Leiden gibt, tut dies nicht wegen eines schuldhaften Verhaltens eines Seiner Geschöpfe.

Eine Ganzhingabe offenbart: Anspruch auf den ganzen Menschen.

Gott hat nur dann ein Recht, einen Menschen wegen der Besichtigung seines Ackers endgültig vom Reich Gottes auszuschließen, wenn klar ist, dass das Leben nicht Persönlichkeitsentwicklung, Selbstentfaltung oder um sonst etwas für das Selbst ist.

Nur, wenn es „Ehebruch“ ist. Nur wenn die eigentliche Braut dort im Saal wartet, während der Mann zu einer anderen Frau geht.

Ich muss die Anführungsstriche entfernen: Es ist Ehebruch, dem eigentlichen Bräutigam einen „Grund“ des Nichterscheinens ausrichten zu lassen. Der Bräutigam heißt – Jesus Christus.

Ich bin heute der Bote

Binde dein Herz nicht an die Dinge der Welt – sie ist nicht Deine Heimat.

Ich will alle Dinge so tun, dass ich sie jederzeit loslassen kann und werde, wenn ich gerufen werde.

Nicht nur zum großen Abendmahl.

Auch schon vorher.

Ich habe gestern vom „Standardanspruch“ geschrieben.

Mein Anspruch an mich ist nun: Ist da irgendetwas in meiner Hand, das mir „wichtiger“ ist, als die Stimme Gottes?

Vielleicht mein Ruf? Vielleicht meine Sicherheit? Mein Blog?

Oder meine Gesundheit, Müdigkeit, meine Ideen vom Rest meines Lebens?

Oder das verstanden werden durch andere?

Das Gott mir die Familie nehmen würde, halte ich für Paradox – aber, dass ich meiner Familie genommen werden könnte?

Die Zeit läuft ab, der Abend naht.

Ich möchte nicht vor der verschlossenen Tür sein.

Und ich möchte Dich, Bruder, nicht vor der verschlossenen Tür sehen müssen.

Heute, wenn du Seine Stimme hörst, öffne die Hand, die die „schöne Welt“ festhält.

Ich habe sehr konkrete Menschen vor Augen.

Nachts habe ich unruhig gelegen, als wenn ich etwas verpasst habe.

Es geht um das Abendmahl! Es geht um die ganz andere Herrlichkeit.

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