Voll Freude

Di 03.12.2024

Lk 10:21-24 Jesu Jubelrufe

Der Text

Die 70 (72) Jünger kommen von ihrer Aussendung zurück und berichten voll Freude. Jesus lenkt sie auf die Freude des Himmels um. Und schließt Seine besondere Freude an. Der Text ist zu lang ihn hier wiederzugeben.

Am Ende betont Jesus: „Selig sind die Augen, die sehen, was ihr seht“.

Freude über Freude

Ich habe einen längeren Dialog mit der KI geführt, was Menschen erfreut und warum sie in großer Mehrheit aber nach anderen Dingen streben.

Es war beeindruckend gut und ich verlinke den Dialog am Ende.

Viele Menschen sogen sich, dass das Leben mit Gott nicht attraktiv sein würde. Sie führen ein Leben, das mir wenig attraktiv erscheint – jedenfalls weniger als mein eigenes Leben mit Gott.

Ich freue mich an der Freude Gottes und bin darin frei von einem Eifer um eigene Freude. Mein Leben ist von Sinn und Herrlichkeit erfüllt – ohne das ich mich darum bemühe.

Ich weise auf den wunderbaren Text von Foucauld hin: An Gottes Freude teilnehmen.

Der Dialog mit ChatGPT war so gut, dass ich ihm zu diesem Thema jetzt nichts hinzufügen möchte. Der Gedanke kam mir, ob es meine Andachten noch braucht, wenn die KI so gut ist.

Was macht den Menschen aus, wenn es nicht Intelligenz ist, nicht Wissen und Erkennen?

Die Augen, die sehen, was ihr seht.

Was sehen sie denn?

Vielleicht diese Wahrheit der Gemeinschaft der Freude, von der Jesus spricht, von der die KI spricht.

Mir scheint aber wichtiger:

Jesus im Leib, im Fleisch. Gott als Menschensohn.

Die katholische Kirche hat darum gerungen, ob man Maria als Gottesmutter bezeichnen kann.

Wessen Sohn ist Jesus, der sich Menschensohn nennt, und wer ist der/die, der/die diesen Sohn hat?

Genau das hat der Vater den Weisen und Klugen verborgen!

Leiblichkeit ist keine Eigenschaft der KI, kein Vollzug wie auch immer gearteter Intelligenz.

Und das ist nicht unsere Schwäche – es ist unsere Gottähnlichkeit.

Und weil Leiblichkeit unser Wesen ist, kann das Heilige nur im Leib und am Leib vollzogen werden.

Darum ist Gott Mensch geworden.

Darum ist Weihnachten.

Das Ganze ist nicht allein ein Reparaturauftrag Gottes. Die Sünde muss getilgt werden. Ja, das ist wahr.

Es ist aber mehr. Es ist die Offenbarung eines undenkbaren Gottes.

Vergeistigung

Die Vergeistigung des Christentums hat viel Schaden angerichtet und das Christentum zu einer Religion gemacht.

Sie ist aber etwas anderes als die Befriedigung eines religiösen Bedürfnisses. Das ist sie auch – aber viel mehr, viel, viel mehr.

Das Wesen des Christentums ist ohne Selbstoffenbarung Gottes nicht wirklich.

„Niemand weiß, wer der Sohn ist, noch wer der Vater ist.“ So sagt es Jesus.

Die meisten Menschen basteln sich ihren Gott, ihren Christus und ihren Glauben selbst, oder sie übernehmen einen gebastelten von jemand anderem.

„… und wem es der Sohn offenbaren will“.

Ich nenne es Zwei-Schlüssel-Prinzip.

Niemand kann Gott erkennen, wenn es ihm nicht von Jesus offenbart wird.

Aber niemandem offenbart es Jesus, der die Tür nicht öffnet („Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an…“). Jesus tritt die Tür nicht ein.

Die Heiligkeit des Leibes ist so groß, weil Gott in den Leib kam.

Und am Leib und durch Leib Heilung geschieht.

Nicht durch „Gedenken“.

Dialog über Freude und Transzendenz

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