Das Maß des Menschen und sein voll-sein.

Fr 20.12.2024

Lk 1:26-38 Die Verkündung an Maria nach Lukas

Der Text

Vor drei Tagen hatten wir dasselbe Thema nach Matthäus. Er beschreibt den Weg über Josef. Heute der Weg mit Maria.

Die Geschichte ist sehr bekannt. Ich bleibe in der Linie des Themas der Beziehung zwischen Gottes Allmacht und der sie umschließenden Liebe.

Die Bedeutung des Menschen ist groß.

Auch heute wieder ein ergänzender Text mit der KI Gott und Maria.

Gott kommt nahe

Vermutlich werde ich in Kürze wieder Israel besuchen. Dem Land und den Menschen nahekommen. Ermutigt durch diesen Text, da heute die Entscheidung fällt.

Gott ist keine abstrakte Wahrheit. Er hat den Menschen räumlich und zeitlich geschaffen. Selbst solche ein Wesen wie der Erzengel Gabriel „kommt“. Er sendet keinen Blitz der Erkenntnis oder eine Mail.

Gott kommt in Gabriel zu Maria – und damit zu Seinem Volk.

Respektvoll steht er vor dem Menschen Maria. So nahe, dass sie Furcht erfasst.

Dieser Engel, der sonst vor Gott steht – auch Diesem ganz nahe.

Besuche und nahe sein in Raum und Zeit ist unverzichtbares, heiliges Handeln und Ausdruck der Annahme der Leiblichkeit.

Dialog mit der KI

Ich akzeptiere die KI wie ich auch eine Konkordanz akzeptiere. Sie sagt mir, was ich nicht wusste. Sie ist so eine Beitragende zu meinen Andachten. Und sie fordert mich heraus, zu unterscheiden, was Mensch und Maschine ist und was ich, Mensch, ohne Maschine bin. Also das Eigentliche des Menschen im genauen Sinn.

Genauso haben wir auch viel mit dem Tier gemeinsam – und zudem etwas, was eigentlich Mensch ist (als das nur dem Menschen eigene).

Nur am Rande: Tiere haben Instinkte und Gefühle. Das kann also nicht das Eigentliche des Menschen sein.

Durch diese Überlegungen kam ich auf die Frage an die KI: „Die Allmacht beugt sich aber doch hinein in eine Teilhabe Mariens“ (siehe auch weiterer Verlauf dort).

Die KI kann wissen, was es an Wissen gibt. Aber nicht, was werden wird. Z. B. nicht, was den Kairos der Begegnung Gabriels mit Maria angeht.

Die KI kann keinen Beitrag liefern zum Heil der Menschen im Sinne Gottes (ich meine nicht das irdische Heil).

Aber ich kann es – und ich soll es. Es ist mein Eigentliches.

Ein gewaltiger Unterschied. So soll sie mir doch bei der Vergangenheit gern behilflich sein.

Als die Zeit erfüllt war.

„Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott Seinen Sohn, geboren von einer Frau, geboren unter das Gesetz.“ Gal 4,4

Gott weiß, wann die Zeit erfüllt sein wird – aber WIR erfüllen sie. Gott schaut auf uns, wann unser Maß voll ist.

Im Guten wie im Bösen.

„Denn das Maß der Schuld der Amoriter ist noch nicht voll.“ 1. Mo 15,16

Die Erzählung vom Flaschenteufel (Robert Louis Stevenson), hat mich mein Leben lang begleitet. Eine der wichtigsten Geschichten, die ich kenne. Sie offenbart die Verantwortung des Ersten, der selbst nur Nutzen hat, aber der Anfang von unaufhaltbarem Schaden ist. (auch unten in Gott und Maria)

Wenn auch mein Nutzen nur positiv ist, wird er verdorben, wenn ein anderer bezahlen muss.

Mein Verhalten ist Ursprung des Heils oder Unheils anderer.

Wir sind aufeinander verwiesen.

Die Strafe der Amoriter folgte nicht auf den Fuß. Sie folgte 400 Jahre später an Kindeskindern, scheinbar unendlich weit entfernt.

Die Liebe, der Gehorsam und das Leid des Volkes Gottes ist erfüllt in Maria. Die Zeit hat gesammelt, was Menschen taten.

Die Treue Israels ist Antwort auf die Treue Gottes.

Maria ist die reine Magd. Sie ist Jungfrau. Sie ist die Perle Israels.

Jakob

“‭Und‭ er wird‭‭ ein König sein‭‭ über‭ das Haus‭ Jakob‭ ewiglich‭‭, und‭ seines‭ Königreichs‭ wird‭‭ kein‭ Ende‭ sein‭‭.‭”

(Lukas 1:33, Lut)

Jakob ist es!

Erst in und an Jakob (also Israel) findet sich Raum für die Gojim, die Heiden. Für mich.

Wenn ich also eins und eins zusammen zähle, was kommt dabei heraus:

Das eine „1“ ist die Bedeutung, die ich für Gott habe, die ich für die Kirche, für mein Volk habe. Der vielleicht zehnte Gerechte, der Gott an der Zerstörung der Nation hindert, wie es der Zehnte in Sodom getan hätte.

Oder andersherum.

Das andere „1“ ist die Bedeutung, die Israel in all dem hat. Also Israel an uns und wir an Israel.

Wer Israel segnet, wird in den Segensstrom Abrahams eingepfropft.

Also segne ich mein Haus, meine Familie, mein Volk, indem ich nach Israel gehe und es in seinem Leid tröste. Dem Leid, das es um unser Heil willen hat.

Darin ehre ich die Offenbarung Christi in mir.

Es ist nur eine Andacht – ganz unvollkommen.

Ein Kommentar zu „Das Maß des Menschen und sein voll-sein.

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