Sa 28.12.2024 Fest der unschuldigen Kinder
Mt 2:13-18 Flucht nach Ägypten und Kindermord des Herodes
Der Text
Josef hört es im Traum und steht in der Nacht auf, um ins Exil nach Ägypten zu fliehen.
Herodes tötet alle Kinder bis zwei Jahre in Bethlehem und Umgebung.
Wichtig für heute:
“Da ist erfüllt, was gesagt ist von dem Propheten Jeremia, der da spricht:
‚Auf dem Gebirge hat man ein Geschrei gehört, viel Klagens, Weinens und Heulens; Rahel beweinte ihre Kinder und wollte sich nicht trösten lassen, denn es war aus mit ihnen.‘”
Rahel und Rama
Auch heute einige Hinweise von der KI im Begleittext: Rahel, Mutter Israels
Rama ist ein Ort, etwa 8 km nördlich von Jerusalem. Von dort aus wurden die Israeliten 586 v. Chr. ins babylonische Exil geführt (z. B. Jer. 40,1).
Es ist auch der Ort, an dem Rahel um ihre Kinder weint (Jer. 31,15).
Rahel ist die Mutter von Josef und Benjamin.
Josef ist Vater von Ephraim und Manasse. Jeremia verheißt im Kap 35 über Ephraim Heil. Er ist Symbol für „die verlorenen Kinder Israels“!
Bethlehem ist Geburtsort Judas, Rama liegt zwar in Benjamin, ist aber dennoch Symbol für die Wegführung des Nordreiches.
Rahel starb bei der Geburt Benjamins und wurde zwischen Beth-El und Beth-lehem begraben. Zwischen dem Haus Gottes, an dem Jakob träumte und die Himmelsleiter sah, und dem Haus des Brotes, in dem David und Jesus, der Messias, geboren ist.
Übervoll mit Symbolik und Geschichte
Der ganze Abschnitt ist übervoll mit Bezügen in die Geschichte Israels – nach hinten und nach vorne. Erfüllung, Erklärung – aber ebenso Prophetie.
Nicht nur einer Linie – vieler Linien.
Ich nenne nur noch Hosea 11,1: „Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen“.
Schon Abraham, dann besonders Mose, hier Jesus – und in meiner Zeit die Heimkehr Israels aus dem Exil in ihr Land.
Matthäus lebt tief verbunden mit dem Heimatboden Israel.
Wie konnte ich denken, ich verstünde etwas, ohne doch in diesen Boden verwurzelt zu werden. Ich sehe, ich stehe ganz am Anfang.
Reinigung und Reife
Ich nehme nur einen Punkt aus dieser Fülle.
Mir scheint, es geht immer wieder auch um Reinigung. Um die Fülle der Zeit, wie ich es in Das Maß des Menschen und sein Voll-sein beschreibe.
40 Jahre hat Herodes am Tempel bauen lassen. Das Ergebnis war großartig, herrlich, prachtvoll.
40 Jahre nach Jesu Sterben wurde der Tempel vollständig zerstört. Der Fall war groß, er erfolgte aus großer Höhe.
Der Weg in den Himmel erfolgt nicht in einem offensichtlichen mehr und immer mehr.
Im Gegenteil.
Was groß scheint, ist nur Schein in Gottes Augen.
Ca. 1,4 Mrd. Menschen sind katholisch. Sie glauben (wie ich) an die eine katholische Kirche, die auf Fels gebaut ist und nicht untergeht.
Eine weitere Milliarde Menschen sehen den Leib Christi irgendwie geistig. Die Zahl der Christen wächst schneller als die Weltbevölkerung.
Ein stolzer Tempel.
Ich vermute sehr, dass dies nicht einfach so weitergeht.
Gerade meine Kirche in Deutschland braucht eine Reinigung. Dies wird nicht ohne Schmerzen geschehen.
Ich vermute sogar, die sichtbare Kirche wird untergehen. Insbesondere weil sie sich jetzt (wir Katholiken) nicht klar zu Israel bekennt.
Aus der Asche wird Neues kommen – daran glaube ich. So wie die verlorenen Kinder Israels wieder aus dem scheinbaren Nichts gekommen sind.
Die Juden (von Juda) waren immer sichtbar. Ephraim eher nicht, sie galten als verloren. Die Juden haben Israel gegründet und es Israel genannt. Und sie sind seit Jahren dabei, diese zehn Stämme zurückzuholen (siehe Begleittext!).
So hoffe ich, dass an der verwüsteten Christenheit ebenfalls solches geschehen wird.
Noch ist es nicht so weit.
Noch steht die Frage im Raum, ob ich als Christ eher zum Typos Juda gehöre oder zum Typos Ephraim.