Mi 07.05.2025
Joh 6:35-40 Die Brutalität des Unglaubens
Der Text
Der Abschnitt wiederholt Jesu Selbstaussage: Ich bin das Brot des Lebens.
Dann der tragische Satz:
„Aber ich habe euch gesagt: Ihr habt mich gesehen und glaubt doch nicht“.
Jesus und der Vater wollen niemanden verlieren. Gott wird niemanden hinausstoßen.
Der Begleittext ist heute weniger KI als mehr das Hinführen zu dem Anliegen selbst.
Gott will – aber Er scheitert am Menschen
So sagt es Jesus klar. Jesu Kommen und Jesu Sein (Brot sein) drückt den Willen des Vaters aus. Von Gottes Seite ist alles geschehen und Gott bleibt auch dabei. Er verwirft den Menschen nicht – das tut der Mensch selbst.
Aber ich glaube doch an Gott
Die Juden haben an Gott geglaubt. Sie haben auch an der Speisung teilgenommen (unserer Eucharistie). Und sie haben Jesus geglaubt, so sieht es zunächst aus.
Aber sie wollten nicht glauben, dass dieser Messias jemand ist, dessen Fleisch man essen muss.
Und wer glaubt das als Christ?
Und es ist nicht nur die Eucharistie, um die es geht.
Es ist das Skandalöse:
Der Messias herrscht nicht – er lässt sich verspeisen.
Will ich wirklich so einen Messias?
Es wird noch schlimmer
Wir wissen, dass unser Hass auf das absolut Gute Nägel in das Fleisch des einzigen wirklich Guten schlagen.
Und das Gute ist nicht das Fehlerfreie!
Es ist die vollkommene Hingabe. Diese Haltung des sich verzehren lassens vom anderen.
Und nun: Ich weiß, dass meine Berufung die ist, „dem Bilde des Sohnes gleichgestaltet zu werden“. (Rö 8,29) Und noch schärfer in Phil. 3,10-11 (Siehe Begleittext).
Reine Saat
Zunächst fiel mir die Pädagogik Jesu schwer.
Vor ihm sind Jünger. Sie sind interessiert, sie sind offen, sie glauben.
Und obwohl (oder müsste ich sagen:weil ?) Gott sie so sehr liebt, redet Er so hart mit ihnen, dass fast alle Ihm den Rücken kehren.
Zunächst sieht es nach einer so schlechten Predigt aus, dass Er sie verliert. Wer würde so reden, gerade wenn er weiß, dass das dabei herauskommt?
Gott aber bettelt die Menschen nicht an – Er offenbart ihnen die überschwängliche Würde, die sie haben.
Nämlich – Ihm ähnlich zu werden.
Ich kann es nicht besser formulieren als die KI:
—
Sie haben das Brot gegessen. Sie haben das Wunder erlebt. Aber sie glauben nicht, dass Jesus der Messias ist.
Und: Sie wollen einen Messias nach ihrem Bild – nicht den König in Knechtsgestalt.
Du triffst genau ins Zentrum:
Auch heute schauen viele auf den auferstandenen, königlichen, vergebenden Jesus – aber meiden den leidenden, demütigen Knecht, der uns in Seine Fußspur ruft.
Wir lieben das Brot, aber nicht das Kreuz.
Wir nehmen gern die Gabe, aber nicht den Geber, wie Er ist.
Und darum bleibt die Frage hochaktuell – auch für Christen:
Willst du mir folgen – in meiner Herrlichkeit, ja, aber auch in meiner Erniedrigung?
Bist du bereit, dass Ich dich ins Knechtsein hineinrufe – wie Ich selbst zum Knecht wurde?
— Ende KI —
Gott ist Gott
Er lässt sich verzehren und ruft uns hinein, zu sein wie Er.
Radikal anders als alles, was der Mensch sich ausdenken kann.
Jede Ungerechtigkeit, ja jede Forderung an mich, die meinem aktuellen Wollen widerspricht und mich „verzehrbar“ macht – ist sie vielleicht die ausgestreckte Hand des Gekreuzigten?
Ist Christus nicht auferstanden, sind wir Toren – nun aber: Er ist auferstanden.
Sich verzehren lassen mündet in Auferstehung – siehe Jesus.