Trockenheit

Mo 19.05.2025

Joh 14:21-26 Wort – Tun – Liebe

Der Text

„Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist es, der mich liebt.“ Judas (Thaddäus) fragt nun, warum Jesus sich nur ihnen offenbaren will. Jesus akzentuiert die Antwort etwas anderes als die Worte zuvor. „Wer mich liebt, der wird mein Wort halten.“

Begleittext: Trockenheit

Liebe ist kein Gefühl

Menschen wollen zuerst Liebe fühlen – und dann etwas für den Geliebten tun. Die Hormone werden zum „warum“.

Hormone sollen jedoch Antworten sein, keine Ursachen. Darüber habe ich oft nachgedacht.

Hier aber ordnest Du die Liebe so nahe an den Gehorchen – das passt nur, wenn Liebe nicht einmal Ergebnis des Gehorsams ist – sondern wesenhaft ähnlich.

Gehorsam und Liebe sind nahezu dasselbe. Ich brauche gar nicht auf spätere Gefühle hoffen.

Oder anders gesagt: Was ist denn das Gefühl der Liebe, wie Jesus sie meint?

Sicher nicht Lust oder Spaß.

Mir scheint, es ist in dem Vollzug der Wahrheit, die bei Jesus immer Wirklichkeit ist. Also das Leben selbst.

Gestern schrieb ich:

Ein Gebot ist das Aufdecken einer noch nicht vollzogenen Wahrheit.

Im Gehorsam entfaltet sich die Wahrheit.

Es hat nichts mit einem Opfer für den anderen zu tun. Nichts mit einem Zweck.

Manche Menschen sagen, die Blüte einer Blume ist so bunt, damit die Bienen sie finden.

Ich sage: Zuerst und zumeist ist sie bunt und schön, weil sie der Ausdruck Gottes ist. Sie vollzieht Wahrheit. Gott ist schön.

Gnade der Koronargefäße

Damit meine ich das Herzproblem, das sich am 20. März 2025 zeigte.

Ich diskutiere seitdem immer weniger über Geschmack und was ich mag oder nicht mag. Ich esse zumeist, was zu essen ist – oder noch zu essen bleibt.

Gestern sprach ich mit der KI über Hummus. Sie empfiehlt mir oft Hummus – aber ich finde keinen Hummus ohne Fett.

Auch in Israel macht man zum Hummus Öl – mit nicht wenig Öl. Ich bezweifelte, dass ich Hummus ohne Öl runterbekomme.

Die Antwort:

„Traditioneller Hummus (wie in Israel) lebt vom Öl. Esselstyn-Hummus hingegen ist streng medizinisch – nicht kulinarisch gedacht. Und ja, am Anfang wirkt er oft trocken, säuerlich oder “mehlig”.“

Aber im weiteren Verlauf erklärte mir die KI, dass nach 14–21 Tagen ohne Öl und Zucker die Zunge sich anpasst.

Ich zitiere die Zusammenfassung:
„Es geht nicht darum, sich zu kasteien, sondern Vertrauen in den eigenen Körper und Geschmack zu entwickeln. Die Umstellung fühlt sich anfangs wie Verlust an – aber sie führt zu neuer Klarheit, echtem Geschmack, echtem Hunger und echter Sättigung. Und das ist unglaublich befreiend.“

Das scheint mir eine starke Analogie zu dem Thema von heute zu sein.

Es geht nicht darum, sich im Gehorsam zu kasteien. Sondern es ist der Weg zu neuer Klarheit. Klarheit, die auf Wahrheit basiert – nicht auf Wünschen oder Lust oder den Illusionen der Welt.

Freiheit

Freiheit ist das Zulassen des sich Einfügen-Lassens.

Nicht Willkür.

Gott ist gut!

Und Gott ist kein Zweck. Er dient mir nicht, damit es mir besser geht. Er rettet mich nicht, damit ich ewig lebe und gesegnet bin.

Sondern Du fügst mich ein in die Herrlichkeit Deiner selbst. Erst wenn ich durch Dich in dem bin, wo ich hingehöre, wird man nicht sagen: Oh, ein tolles Puzzleteil. Man wird sagen: welch ein herrliches Bild, welch ein herrlicher Gott.

PS:
👉 Hummus (mit zwei m)

Das Wort kommt aus dem Arabischen حُمُّص‎ (ḥummuṣ), was einfach Kichererbse bedeutet. Die Schreibweise mit einem „m“ ist eine eingedeutschte Verkürzung, aber sprachlich und kulturell nicht korrekt.

Das Doppel M ist ein Ausdruck sprachlicher Intensität: mehr Kichererbse, mehr Geschmack 😉

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