Stellung der Natur

Fr 13.06.2025 Israel greift den Iran an

Mt 5:27-32 Vom Ehebrechen

Der Text

27 Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: Du sollst nicht ehebrechen.

28 Ich aber sage euch: Jeder, der eine Frau anschaut, um sie zu begehren, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.

29 Wenn dich dein rechtes Auge zum Fallstrick macht, reiß es aus und wirf es von dir. Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.

30 Und wenn deine rechte Hand dich zum Fallstrick macht, hau sie ab und wirf sie von dir. Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geht.

31 Es ist aber gesagt worden: Wer seine Frau entlässt, gebe ihr eine Scheidungsurkunde.

32 Ich aber sage euch: Jeder, der seine Frau entlässt – außer wegen Unzucht –, macht, dass sie die Ehe bricht. Und wer eine Entlassene heiratet, bricht die Ehe.

Hinweis: Es fällt mir schwer, beim Thema zu bleiben, während im Nahen Osten entscheidendes passiert. Morgen werde ich mit wenigen Freunden auf dem Markt in Buchholz sein und für Israel stehen, bereit für Gespräche.

Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren

Wäre Jesus ein „neuer Mensch“, der eine neue Ethik verkündet – die Welt wäre verloren.

Es ist nicht der Irrtum, der uns Probleme macht. Und es gibt keine Erziehung, die uns im Ganzen heilen kann.

Aber von vorne:

Eine wunderbare, charmante Frau wahrzunehmen – steht ihr das nicht geradezu zu?

Das ewige Bedürfnis des Mannes nach „der Frau“ – ist es nicht überaus natürlich?

Ist denn ein Kampf gegen die Natur das, was Gott will? Hat Er uns nicht so geschaffen?

Gerade die Sexualität überlagert Gebiete, in denen natürliches Empfinden und Gebote Gottes massiv kollidieren.

Ist Gott nicht der Gott der Natur?

Sollte nicht alles „Bio“ sein?

Warum so radikal

„Wenn dich deine rechte Hand zum Abfall verführt, so hau sie ab.“

Ich spüre geradezu den Zorn Jesu bei dieser Rede. Aber gerade an dieser Stelle?

Sollte das nicht eher bei Mord und Totschlag stehen? Warum gerade bei Ehebruch?

An anderer Stelle habe ich beschrieben, warum gerade die Ehe solch ein zentrales Thema ist. Siehe Schrecklich konkret

Und ich sehe weitere Gründe:

Große Gefahr

Eine Gefahr ist nicht nur deshalb groß, weil ihr Inhalt gefährlich ist. Besonders gefährlich ist eine Gefahr, wenn sie nicht als solche erkannt wird.

Wenn sie harmlos und lieblich – eben „natürlich“ daherkommt.

Ein Kamerad meines Sohnes Borris ist als freiwilliger Soldat in den Krieg in die Ukraine gezogen – hört sich sehr gefährlich an.

Eine sympathische Frau in der Gemeinde anzuschauen, fühlt sich viel ungefährlicher an.

Jesus ist Gott.

Wenn Er solch extreme Formulierungen wählt – wie gefährlich ist es dann.

Glaub Ihm doch. Es ist mehr als ein Drahtseilakt.

Sinn des Menschen

Der Sinn des Menschen ist nicht, die Krone der Natur zu sein.

Also „perfekt natürlich“ – wie die Tiere, wie ein Löwe vielleicht, oder ein Adler.

Wir kommen aus der Natur (dem Lehm) und sind doch nicht Natur allein – sondern Atem Gottes.

Viel, VIEL mehr als Natur.

Eher sind wir für die Natur, als von der Natur.

Gott hat den Menschen exklusiv für sich geschaffen.

Er existiert, weil er für Gott existiert.

Und die Natur existiert, weil der Mensch existiert!

Nicht andersherum.

Wenn ich ein schönes Stück Kinderkleidung sehe, kann es mich sehr erfreuen, weil ich eines meiner Enkel darin sehe. Wie es in dieser wunderbaren Strickjacke spielt und gewärmt wird.

Ein wunderbares Stück Kleidung.

Aber nur, weil es eine Kleidung für meinen Enkel sein könnte.

Ja, Kleidung kann schön sein – aber eigentlich soll sie schön sein für den Menschen, den sie kleidet.

So auch die Natur.

Es ist leichter

Es ist leichter, ganz entschieden zu sein, ganz „verwurzelt“ (= radikal).

Gestern habe ich für meine Frau und mich ein paar Brote bereitet. Für sie auch ein Brötchen mit herrlichem Käse.

Immer noch verlockt es mich, ein „klein bisschen Käse“ kann doch nicht so schlimm sein.

Doch.

Weniger wegen des Käses – sondern wegen meiner Würde, meiner Ehre als Mann Gottes.

Alles, was ich Gott geben kann, ist mein Wollen. Meine Entschlossenheit. Das ist alles, wonach Er ein Verlangen hat.

Will ich das nehmen und aufteilen zwischen Ihm und dem Käse?

Ich habe doch nichts anderes.

Und Er hat so viel Entschlossenheit für mich gezeigt – ich will Ihm ein Freude machen. Ich rufe laut: Du tust recht, den Menschen zu lieben – denn der Mensch kann und will Dir antworten.

Der Käse ist harmlos und natürlich – aber er ist hier konkretes Symbol meiner Wahl.

Lieber nicht – lieber Dich.

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