Herausforderung und Reinigung

Di 25.11.2025

Lk 21:5-11 Ende des Tempels; Die Vorzeichen

Der Text

Aus dem griechischen Urtext

5 Und als einige von dem Tempel sagten, dass er mit schönen Steinen und Weihgeschenken geschmückt sei, sagte Er:

6 Diese Dinge, die ihr seht – es werden Tage kommen, in denen kein Stein auf dem anderen gelassen wird, der nicht abgebrochen wird.

7 Sie aber fragten Ihn und sagten: Lehrer, wann wird dies sein, und was wird das Zeichen sein, wenn dies geschehen soll?

8 Er aber sprach: Seht zu, dass ihr nicht verführt werdet! Denn viele werden unter Meinem Namen kommen und sagen: Ich bin es, und: Die Zeit ist nahe. Lauft ihnen nicht nach!

9 Wenn ihr aber von Kriegen und Unruhen hört, erschreckt nicht; denn dies muss zuerst geschehen, aber nicht sofort ist das Ende.

10 Dann sagte Er zu ihnen: Nation wird sich gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich.

11 Und es werden große Erdbeben sein an verschiedenen Orten, und Hungersnöte und Seuchen; schreckliche Dinge und große Zeichen vom Himmel werden geschehen.

Nigeria

In Nigeria werden die Christen diese Sätze anders lesen als wir. Gerade vor ein paar Tagen wurden über 300 Kinder und Lehrer aus einem katholischen Internat entführt.

Auch sonst ist die Lage in Nigeria, milde gesagt, unübersichtlich.

Besonders für Christen.

Mir scheint, dass selbst bei uns die relative Ruhe abnimmt. Flüchtlingswelle, Corona, Ukrainekrieg, Klima sind Stichworte.

Und nun: Vers 11 spricht davon, dass schreckliche und große Zeichen vom Himmel her geschehen werden.

Was?

Macht Gott uns das Leben schwer?

Gottes Wege

Ich vermute, dass weniger Menschen zur Auferstehung und dem ewigen Leben mit Gott gewürdigt werden als viele denken. Vielleicht erheblich weniger.

Das ist der größere Schmerz Gottes.

Größer als das Leid, das in der Welt geschehen kann.

Vielleicht ist es so: Gott zieht die provisorische Gnade ein wenig zurück.

Der Mensch wird mehr sich selbst überlassen, als er es gewohnt ist.

Nun werden die Herzen der Menschen offenbar.

So wie sie sind, und so, wie sie keine Heimat im Himmel finden werden.

Und es geschehen verschiedene Dinge.

Wohlgefällige Taten

Einige Menschen werden in der Krise zu besseren Menschen. Zu Menschen, die mit eigenem Hunger doch Hungrigen zu essen geben. Menschen, die den Durst anderer erkennen und stillen. Menschen, die Fremde in ihr Herz aufnehmen und Menschen, die blamiert sind, umhüllen und trösten. Menschen, die keine Zeit haben und doch Kranke besuchen und solche, die andere in ihren geistigen und emotionalen Gefängnissen aufsuchen.

Solche, die Ihn nicht kennen – und doch Ihm gedient haben.

Geheiligte

Einige Menschen, die Jesus Christus kennen, werden sich bereiten lassen zum Weg der Heiligung. Sie werden absehen von ihrem Nutzen als Christen und sich der unsichtbaren Welt zur Verfügung stellen.

Für sie ist die Angst die Prüfung zur Reinigung.

Jesus ruft: Erschrick nicht.

Es ist der gleiche Ruf, der schon früher nötig war:

Beim Abschied des Mose, beim Auszug des Josua, beim Kampf um Jerusalem (Jesaja 7:4),

Und nicht immer haben die Menschen Gottes auf diesen Ruf gehört, wenn aber, dann konnte Gott sich als Der erweisen, der Er ist.

Jemand, dem alle Ehre gebührt.

Offenbarung

Es wird eine für den Himmel offensichtliche Scheidung geben.

Und jeder wird vor dem Gericht Gottes auf seine eigene Antwort sehen und genau wissen, dass Gottes Urteile gerecht sind.

Ein damals noch Jugendlicher hat zur Zeit der Corona-Krise in den Medien die Dunkelheit der Welt gesehen.

Aber in all dem wollte er nicht bei dem Schrecken stehen bleiben.

Wo ist dann das Gute?

Er fand es durch seinen Weg in die katholische Kirche und steht heute (mit 19 Jahren) vielleicht dort, wofür viele ein Leben brauchen – oder es ihnen gar nicht gelingt.

Die schrecklichen Zeichen vom Himmel her kondensieren herrliche Kristalle heraus.

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