Auf was ist Jesus die Antwort?

Sa 17.01.2026

Mk 2:13-17 Berufung des Levi und das Zöllnermahl

Der Text

Aus dem griechischen Urtext ins Deutsche übersetzt.

13 Und Er ging wieder hinaus an den See. Und die ganze Menge kam zu Ihm, und Er lehrte sie.

14 Und als Er vorüberging, sah Er Levi, den Sohn des Alphäus, am Zoll sitzen, und Er sagt zu ihm: Folge Mir nach. Und er stand auf und folgte Ihm.

15 Und es geschieht, dass Er in seinem Haus zu Tisch lag, und viele Zöllner und Sünder lagen mit Jesus und Seinen Jüngern zu Tisch; denn es waren viele, und sie folgten Ihm.

16 Und als die Schriftgelehrten von den Pharisäern sahen, dass Er mit den Sündern und Zöllnern aß, sagten sie zu Seinen Jüngern: Isst Er mit Zöllnern und Sündern?

17 Und als Jesus es hörte, sagt Er zu ihnen: Nicht die Starken haben den Arzt nötig, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.

Warum folgt Levi Ihm so spontan?

Levi ging es gut.

Er hatte einen sicheren Beruf, verdiente viel Geld und hatte eine gewisse Macht. Offenbar hatte auch eine ganze Zahl guter Freunde, die kommen, wenn er ruft.

Was fehlt ihm?

Und woran erkannte er, dass Jesus die Antwort auf das ist, was er trotz allem vermisst?

Die Kirche

Die Kirche ist die Antwort.

Das mag zunächst verwirren.

Viele denken, nur Jesus wäre die Antwort. Sie suchen eine persönliche Beziehung zu Ihm – und das ist wunderbar und unverzichtbar.

Aber viele wissen nicht, dass Jesus Menschen einsetzt, Seine Antwort zu repräsentieren, zu den Menschen zu tragen.

Mit Kirche meine ich zunächst einfach jeden Christen, auch wenn Kirche viel mehr ist.

Bin ich so Mann Gottes, dass Menschen erkennen können, dass ich ihnen antworten kann?

Viele wollen von sich weg verweisen, um nicht in die Falle des Hochmuts zu stolpern.

Aber ein Wegweiser, der sich im Gebüsch versteckt, wird seiner Berufung nicht gerecht.

Ein Wegweiser, an dem die Menschen vorbei in die falsche Richtung gehen, oder auch nirgendwohin gehen, sollte sich fragen, ob die Beschriftung auf ihm klar genug ist.

Ich betone noch einmal: Jesu Demut sagt: Gebt ihr ihnen zu essen.

Falsche Demut kann fatale Folgen haben.

Falsche Demut

Die Herrlichkeit der Berufung in das Reich Gottes wird auch dadurch verdunkelt, dass nicht klar ist, was ich in dem Reich Gottes soll.

Ich werde dort unverzichtbar erwartet.

Zu einem Beruf (einer Berufung).

Jesus beruft mich in die Sohnschaft – nicht damit ich mich auf einem „Sohnsessel“ niederlasse und mich freue.

Sondern dass ich werde wie Er:

Brennend vor Liebe für die Menschen vor meiner Tür.

So wie Jesus seinen Leib (sein Fleisch) hingibt, zur Nahrung für viele, so bin ich berufen, meine ganze Leiblichkeit dem Hungernden zum Verbrauch zu geben.

Ich sah es gestern Abend an der Haustür.

Eine Tochter von mir stand da, sie wollte nicht hineinkommen, denn es war noch dies und das zu tun für ihre große Familie.

Ich sehe, wie sie mehr gibt, als sie hat, wie sie ihr Leben, ja ihre Gesundheit investiert – weil da ihre Familie ist, ihre Kinder.

Als Vater möchte ich sie erhalten und am liebsten vor zu viel Hingabe zurückhalten.

Aber wozu soll sie denn ihr Leben besser verwenden als für das, was sie tut?

Betäubung

Oder, ebenso schlimm: Zerstreuung.

Die leibliche Seele dürstet nach Gott.

In der Wüste – nicht vor dem vollen Kühlschrank und dem Netflix-Abo.

Ich betrachte seit einiger Zeit den Psalm 63.

Bisher nur die ersten drei Verse.

Es ist wie ein Ozean, und ich beginne zu ahnen, was der Schreiber David mir sagt.

Es ist keine Information, es ist keine „Gute Nachricht“.

Sondern es ist wie das Erwachen eines neuen Sinnes.

Als wenn ich bisher gar nicht riechen und schmecken konnte, weil ich immer nur gedacht habe.

Heimat ist berührbar – ich ahne es.

Ich brauche mich nicht länger mit weniger abzulenken von der Stimme der Sehnsucht danach.

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