Geistige Worte

Di 08.08.2023

Mt 15:1-2; 10-14 Was aus dem Mund des Menschen herauskommt.

Das „gekleidete“ Wort

Dieser Text heute ist sehr inspiriert durch die Worte des Hl. Origenes (185–235), siehe blinde Blindenführer.

Es ist so wichtig, dass ich hier ein längeres Zitat einfüge:

„Als in den letzten Tagen das Wort Gottes, in Fleisch gekleidet, von Maria geboren wurde und sich in dieser Welt zeigte, war das, was man von ihm sah, verschieden von dem, was der Verstand in ihm erkennen konnte. Sein Fleisch war für alle offensichtlich, aber die Kenntnis seiner Göttlichkeit war nur wenigen gegeben. Genauso verhält es sich, wenn das Wort Gottes sich durch das Gesetz des Alten Bundes und die Propheten an die Menschen wendet: Es zeigt sich verschleiert durch eine entsprechende Verhüllung. In seiner Menschwerdung ist es mit Fleisch bekleidet, in der Heiligen Schrift ist es mit dem Schleier des Buchstabens bekleidet. Der Schleier des Buchstabens ist vergleichbar mit seiner Menschlichkeit, und der geistliche Sinn des Gesetzes mit seiner Göttlichkeit.“

Speisevorschriften scheinen ein klares, einfaches Wort zu sein. Was soll man da hineindeuten? Was haben sie denn mit Jesu Auslegung zu tun? Statt durch fehlendes Händewaschen werde ich durch falsche Worte unrein?

Es bleibt dem natürlichen Menschen verborgen.

Essen ist vom Typus Transfer. Von der einfachen Natur kommt etwas in meinen heiligen Leib (der Leib ist Tempel des Heiligen Geistes).

Wenn ich spreche, kommt das Wort, der Logos, dass mir von Gott gegebene, mich Gott ähnlich machenden, heraus. Das Erste, was der Mensch tat, war den Tieren einen Namen zu geben (Schöpfugsbericht). Um damit den Tieren ihren Sinn und Zweck zu geben, Gottes Schöpfung zu vollenden.

Worte

Unserer Würde als Bevollmächtigte Gottes entsprechen heilige Worte. In ihrer Substanz ist es Wahrhaftigkeit. Mit meiner Wahrheit (Wirklichkeit) übereinstimmende Worte. Aus dem Schweigen kommende wahrhaftige Worte.

Dort habe ich viel zu lernen – gerade wenn ich nicht in der Stille bin, sondern im Lärm des Alltages.

Keine losen, lustigen, durcheinanderbringend Worte. Wer ist der (ich) der so redet? Wer wird der, der meine Worte hört, durch das, was ich sage, wie ich es sage?

Kann der Vorhang zur himmlischen Welt gehoben werden und die Worte ehren meinen Schöpfer, meinen Liebhaber?

Transfer

Hätten die Pharisäer solches aus der Vorschrift, vor dem Essen die Hände zu waschen, erkennen können?

Vielleicht:

Vor dem „Transfer“ ein Moment der Reinigung. Vor dem Reden: Innehalten.

Wer nun ganz rein ist, braucht sich nicht zu waschen. In Deiner Gegenwart sind die Jünger ganz rein (wie Jesus Petrus bei der Fußwaschung sagt).

Die Natur wird gereinigt, bevor sie in den Menschen darf. Mein Wort sei rein, bevor es die geistige Welt berührt.

Stufen: Welt → Mensch; Mensch → Geist. In die je höhere Ordnung.

Das ist Gestammel – vielleicht hört ein Leser mehr, besser?

Bibelworte

Nur als geistig tauber haue ich dir und mir Bibelworte um die Ohren. Fällt ein Funke Geist in einen Menschen, kann solch ein Wort dennoch dienen.

Im Anfang, als Schwacher, dienen mir die „Vorworte“.

2 Kommentare zu „Geistige Worte

    1. Danke, liebe Brig.
      Ich bin auf einer kleinen, aber intensiven ökumenischen Begegnung. Jedes Jahr bin ich dort eine Woche. Wir beten gemeinsam und hören voneinander.

      Like

Hinterlasse eine Antwort zu brigwords Antwort abbrechen