Di 13.10.2026 🇮🇱 Har Bracha Pinat HaShomron
Lk 11:37-41 Hände Waschen vor dem Essen
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Der Text
Luther 1984
37 â€â€Da er aber in der Rede war, bat ihn ein Pharisäer, daß er mit ihm das Mittagsmahl äße. Und er ging hinein und setzte sich zu Tische.†38 â€â€Da das der Pharisäer sah, verwunderte er sich, daß er sich nicht vor dem Essen gewaschen hätte.†39 â€â€Der HERR aber sprach zu ihm: Ihr Pharisäer haltet die Becher und Schüsseln auswendig reinlich; aber euer Inwendiges ist voll Raubes und Bosheit.†40 â€â€Ihr Narren, meinet ihr, daß es inwendig rein sei, wenn’s auswendig rein ist?†41 â€â€Doch gebt Almosen von dem, was da ist, siehe, so ist’s euch alles rein.â€
Zu Gast
Jesus hatte zuvor über das Vorbild der Leute von Ninive gesprochen. Und über das Auge als Licht des Leibes.
Das waren harte Worte – und der Pharisäer hatte sie gehört.
Und doch lädt er diesen Mann, diesen Jesus, zum Mittagsmahl zu sich nach Hause ein.
Jesus ist Gast!
Im gastfreundlichem Orient. – Und Er durchbricht die Regeln.
Wofür?
Was in Deinem Herzen drängt Dich dazu?
Es ist das, wonach es hier zunächst nicht aussieht: Es ist Liebe.
Wirkliche Liebe ist Licht
Jesus verurteilt Seinen Gastgeber nicht. Sondern: Die Nähe, die dieser Pharisäer zugelassen hat bringt ihm das Licht der Liebe Jesu.
Aber warum ist diese Liebe so hart? Warum schmerzt das Licht der Wahrheit in den Augen?
Ich denke, hier ist es zum einen eine Schwelle, ein möglicher Übergang.
Der einladende Pharisäer will etwas, er sucht das Licht, er hat etwas von Jesus gekostet.
Aber es ist auch die Verantwortung diese Mannes als Vorbild des frommen Volkes, des von Gott geliebten Volkes.
Was bedeutet das nun für mich?
Berufen sein
Am einfachsten wäre es, wenn das nur Jesus machen sollte und ich damit nichts zu tun hätte.
Ich bin aber gewiss, dass Du Herr, Menschen so in Deine Nachfolge berufen willst, in die volle Sohnschaft des Vaters, dass solch Handeln und Reden aufgetragen ist.
Dazu gehören dann:
Die Liebe Jesu zu dem Bruder annehmen lernen – ja, ganz anzunehmen.
Sich selbst in die Härte des Lichtes Jesu stellen – durch das Suchen Seiner Nähe.
Die Berufung annehmen – und auch: Die Verantwortung dafür zu tragen.
Denn ich bin nicht einfach Kanal Gottes, Sprachrohr. Das habe ich schon oft benannt.
Die Melodie Gottes klingt auf jedem Instrument anders.
Lange stehen bleiben
Wie oft halte ich inne, notiere diesen Dinge – und gehe dann doch so ähnlich weiter, wie ich kam.
Und ich kann auch nicht jeden Morgen in allem Umkehren – dann drehe ich mich ja immer nur.
Aber ich soll und will stehen bleiben, bis ich annehmen kann, was es gilt loszulassen und was vielleicht aufzunehmen. Was ist das Joch mit Dir heute.
Nicht darauf bedacht zu sein, Menschen zu gefallen und ihr Wohlwollen zu gewinnen erlebe ich als großen Kampf. Stille und Verweilen bei Dir ist bisher mein Weg.
Auch der Verzicht auf schnelles Antworten und Reden – oder gar rechtfertigen – gehört dazu.
Nun aber weiter:
Wie schaue ich auf Menschen?
Wieviel innere Skepsis und Nörgelei ist noch darin.
Und:
Die eigene Stille kann auch zu einem Loch werden.
Erst im Kontakt mit Menschen offenbart sich, wo mein Herz steht.
Das Mass an Heiligkeit in mir muss in der realen Begegnung mit Welt und Menschen geprüft werden, muss sich bewähren – oder vielleicht auch in einen neuen Zerbruch.
Darum bin ich nicht besser als jener Pharisäer. Er hat es gewagt. So ist er mir Bruder geworden.
Und ich durfte nun von ihm lernen – vielleicht auch andere an mir oder sogar durch mich.