Mo 01.01.2024 Hochfest der Gottesmutter Maria
Lk 2:16-21 Die Hirten eilen zum Stall
Singularität kann man verpassen.
Vor einem Jahr habe ich an dieser Stelle von Maria gesprochen.
Heute geht es um die Hirten.
Mir fällt auf, dass sie es nicht bei dem wunderbaren Erleben auf dem Feld belassen. Sie eilen nach Bethlehem.
Die Engel hatten von der „Stadt Davids“ gesprochen. Der Stadt, in der David Hirte war. Hirte, wie sie Hirten sind – wie Jesus Hirte sein wird.
Haus des Brotes heißt sie übersetzt.
Jesus ist das Brot des Lebens.
Die Hirten waren vertraut mit den alten Geschichten. Vielleicht war es schön für sie zu bedenken, dass auch der große David hier einst Hirte war.
Samuel hatte ihn rufen lassen. Der alte Mann wollte sich nicht setzen, bis dieser letzte Sohn Isais von den Schafen gerufen würde.
Insofern lag es nahe: Wir sollen nicht hier bleiben, wir sollen und wollen eilen zu sehen, was uns gesagt ist.
Ich nehme den Hirten als Beter in der Nacht.
Im Dunkeln sehe ich die Sterne – wie Abraham.
Wie Abraham wird mir Gott groß, sehr groß.
Sollte jenem nicht alles möglich sein, der dieses schuf?
Ich erlebe die Engel nicht, wie die Hirten sie erlebten – aber ich erlebe auch Engel, die zu mir sprechen.
Wie oft erfüllt es mich mit überwältigender Freude, was sie sagen – aber ebenso, dass sie zu mir kommen.
Es hält die Engel nichts zurück, es drängt sie Menschen zu suchen, die des Nachts Ausschau halten.
Betrachtende Beter, wartende Beter.
Ich habe gelernt: Ein Heiliger zu werden, ist zunächst ganz Ohr zu werden.
Zu schauen und zu horchen und gewandelt zu werden zu einem Hörer des Wortes.
Und immer 1:1 verbunden mit dem Gehorchen des Wortes.
Etwas ist anders
Heute geht es nicht so sehr darum, wie ich recht im Reich Gottes lebe.
Das, worum es zumeist geht.
Heute geschieht etwas Einmaliges im Universum.
Etwas, bei dem es um viel mehr geht, als um meine Wandlung zu Gott hin.
Es geht um etwas, was nie geschah und nie wieder geschehen wird.
Eine Frau wird Mutter Gottes.
Ja, denn Jesus ist immer Gott gewesen – Maria, aber nicht Seine Mutter.
Gott und Mensch kommen sich unfassbar nahe.
Ich staune heute besonders darüber, dass Gott singuläre Ereignisse einsetzt.
Gott ist nicht eine ewige Wahrheit oder ausschließlich etwas Kontinuierliches.
Die Zeit erhält die Würde der Einmaligkeit.
Mir scheint, es gibt kaum etwas von dieser Qualität.
Die Schaffung der Welt, vielleicht.
Sicher die Wiederkunft Jesu.
Die Bereitung ist für mehr
Nicht nur für die Heiligung und für das Wachstum des Reiches Gottes.
Sondern auch eine Vorbereitung zur Zeugenschaft von singulären Erscheinungen Gottes in der Welt.
Sich bereiten lassen – und eilends nach Bethlehem laufen.
Eines Tages wird der Messias auch seinen Erstgeborenen aufsuchen. Israel. Noch ist es nicht geschehen – aber es wird geschehen.
Dazu wird Israel bereitet.
Ich werde mit einer Freundin (Brig) Israel besuchen, vielleicht ein wenig wie Maria Elisabeth besucht hat in der schwere ihrer Schwangerschaft. In die Hügel Nord-Galiläas.
Es reicht nicht zu horchen – das Horchen ist ja ein Bereiten.
Ich sehe die Schwangerschaft Israels mit ihren Nöten. Ach, komme bald, Herr Jesus.