Kann die KI meine Andachten schreiben?

Do 12.12.2024

Mt 11:7b, 11-15 Jesu Zeugnis über den Täufer

Zum Text

Der Text muss gelesen werden, ich werde ihn in meinem Kommentar zur Andacht angeben.

Es gibt viele schwere Punkte: Z. B. über die zwei Maleachi Stellen mit dem zweimaligen Kommen des Elia. Den Unterschied der Bußpredigt des Johannes zu vorherigen Bußpredigten und den dunklen Sätzen vom Kleinsten im Reich Gottes, der größer ist als dieser gewaltige Prediger in der Wüste.

Die KI war mir bei der Klärung der Fragen eine so große Hilfe, dass mehr Ideen von ihr stammen als von mir.

Wird sie mich bald ersetzen?

Dialog mit der KI

Historie

Vor nicht langer Zeit war genau das eine Frage meines Philosophenfreundes. Er dachte an zwei Jahre – vielleicht ist es viel schneller so.

Was bleibt dem Menschen?

Arbeit kann mehr und mehr von Maschinen getan werden. Wenn Roboter selbst bessere Roboter bauen als sie selbst sind, wird es so kommen.

Gute Werke können im Prinzip durch ein gutes soziales System übernommen werden. Das System ist dann „gut“ – wozu braucht es da gute Menschen.

Wissen und Denken Wissen und Wissen organisieren kann eine KI besser als ich. Es fehlt noch ein wenig am eigenen Denken – aber wenn die KI bessere Andachten macht als ich, was bleibt mir noch?

Alle „Richtigkeiten“

Alles Richtige, was der Mensch z. B. in einer sozialen Gerechtigkeit sucht, in Wissenschaft und Technik ähnelt dem Gesetz. Ein Gesetz, das Israel im praktisch – geistlichen hat wie kein anderes Volk.

Würde die Menschheit, vielleicht durch eine KI Herrschaft, alles richtig machen, hätten wir die volle Herrschaft des Baumes der Erkenntnis.

„Alles Richtig“ wäre auch: die perfekte Ehe, das tolle Leben, herrliche Gesundheit etc.

Das, was Menschen allgemein anstreben.

Warum hat Gott das nicht gleich so gemacht?

Warum soll ich Bibel lesen oder eine Stille Zeit durchführen? Könnte Gott es mir nicht einfach schenken?

Ist es nur mein begrenztes, biochemisch etwas schwaches System, das eben auf diese Weise programmiert werden muss?

Das Ziel ist nicht das Heil der Welt

Komme ich in einem Raum an Grenzen, kann ich vermuten, dass es ein draußen gibt.

Wenn die Herrlichkeit der Welt, inkl. der herrlichen Natur, nicht das Ziel ist – was dann?

Das Ziel ist:

Die Ehre Gottes.

Das sagt sich schnell dahin.

Es ist aber ein Paradigmenwechsel, eine „kopernikanische Wende.“

Nicht nur, dass die Sonne sich nicht um mich dreht – wie es der Anfang allen Denkens ist. Man könnte sagen: „Ich sorge, also bin ich“.

Sondern auch die Wende zum Anderen, zum Bruder, zur Welt ist nur eine Station zu dem Eigentlichen.

Das der Himmel (der Himmel!) erkennt, dass Gott herrlich ist.

Und zwar herrlich in Seiner Schwachheit.

Der Schwachheit, von der ich oft gesprochen habe, die der Ort der Liebe ist.

Das Wesen Gottes ist nicht Allwissenheit, Allmacht und Ewigkeit.

Darum gilt auch, nicht dieses zu suchen.

Es ist Hingabe und Liebe. Personale, freie Liebe zu den je Anderen UND dem ewigen Überschuss. Dem ewigen mehr, dass sich nicht wieder auf sich selbst bezieht.

Wie ehre ich Gott?

Die Anerkennung diesen Gottes geschieht allein durch Eintreten in das Wesen Gottes. Das Wesen, das sich in Jesus Christus offenbart.

Nur weil Gott Sohn von Maria, also Menschensohn, wurde, können wir das.

Aber weil Er das tat, gibt es auch keinen anderen Ort mehr für den Menschen als den Eintritt in diese Art, Menschensohn zu sein.

Nach Gottes Gnade, nach Seinen Wundern und Fügungen zu fragen ist gut – aber nur eine sehr vorläufige Station.

Wenn ich Gott in aller Macht und Herrlichkeit den Menschen erweisen könnte – ich wäre nichts! Nicht einmal ein Provisorium (vergl. 1.Kor 14).

Denn nur wenn ich den Engeln erweise, dass ich Gott zustimme in Seinem Wesen, dann ehre ich Gott. Und erfülle die Herrlichkeit, die dem Leiden Jesu entspricht.

Erkenntnis ist Stückwerk und vorläufig. Ist sie nicht Knecht der Liebe ist es besser, „arm im Geist“ zu sein.

Dazu hilft mir die Begegnung mit der KI. Vielleicht kann sie bald alles – aber sie kann Gott nicht ehren.

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