Wie geht Lehrer sein?

Sa 22.08.2026 🇮🇱 Israelstand auf dem Markt

Mt 23:1-12 Die Schriftgelehrten und Pharisäer

(Evangelium des Tages)

Der Text

Übersetzung aus dem griechischen Urtext

1 Da redete Jesus zu den Volksmengen und zu Seinen Jüngern:

2 „Auf dem Stuhl des Mose haben sich die Schriftgelehrten und die Pharisäer gesetzt.

3 Alles nun, was sie euch sagen, das tut und haltet; nach ihren Werken aber handelt nicht. Denn sie sagen es und tun es nicht.

4 Sie binden schwere und kaum zu tragende Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern; selbst aber wollen sie sie nicht mit ihrem Finger bewegen.

5 Alle ihre Werke aber tun sie, um von den Menschen gesehen zu werden. Denn sie machen ihre Gebetsriemen breit und die Quasten ihrer Gewänder groß.

6 Sie lieben den Ehrenplatz bei den Gastmählern und die ersten Sitze in den Synagogen

7 und die Begrüßungen auf den Marktplätzen und von den Menschen Rabbi genannt zu werden.

8 Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn Einer ist euer Lehrer, ihr alle aber seid Brüder.

9 Und nennt niemanden auf Erden euren Vater; denn Einer ist euer Vater, der im Himmel.

10 Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen; denn Einer ist euer Lehrer: der Christus.

11 Der Größte unter euch aber soll euer Diener sein.

12 Wer aber sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.“

Der Wert des „Stuhles des Mose“ bleibt

Das sehe ich auch daran, dass das Gericht über die, die darauf sitzen, ein viel strengeres ist, als es für andere Menschen der Fall ist. Die Schärfe der Worte Jesu richtet sich zumeist an die, die darauf sitzen. Es muss also weiter bedeutend sein.

Verantwortung für andere, gerade in Lehrfragen, bleibt bestehen. Das ist wichtig für die weiteren Betrachtungen. Das Lehrersein wird nicht abgeschafft.

Ich merke es auch daran, wie wichtig geistliche Begleitung in meinem Leben war. Dafür bin ich meinen Lehrern sehr dankbar!

Und ich merke die herausragende Rolle jüdischer Lehrer. Allein schon bei meinen Thorastudien, zu denen ich die Auslegungen von Raschi, Ibn Esra, Ramban die Schriften des Talmud und verschiedene Midraschim lese.

Und auch hier gilt: Sie dienen mir, indem sie die Thora recht beleuchten. Ich folge ihnen, weil und insoweit sie dienen.

Darf ich Lehrer sein?

Das wollte ich als Kind immer schon sein – aber mein Lebensweg ging anders.

Und nun: Auf den ersten Blick scheint es, als schaffe Jesus diesen „Beruf“ im Geistlichen ab.

Einer ist Lehrer, sagst Du.

Aber ich weiß, die Wahrheit liegt tiefer als die schlichte Logik. Sie liegt in der Botschaft an das Herz.

Logik allein knechtet, Wahrheit schafft einen Raum.

Willst du Lehrer sein, so prüfe, ob du dich so nennen lassen möchtest.

Wenn das der Fall ist – dann sei sehr vorsichtig, dass du nicht schon in den Fußstapfen der Schriftgelehrten stehst, die Jesus hier anspricht.

Das du Lehrer sein willst. Und nicht „Mitarbeiter an der Wahrheit“, wie es Papst Benedikt gesagt hat.

Willst du „belehren“ als einer mit Macht und Autorität?

Wie ist denn der richtige Weg?

Jesus, der Meister

Es gibt nur einen Lehrer und jeder andere ist allezeit nur Schüler an irgendeiner Stelle auf dem Weg.

Vielleicht auch mitverantwortlich am Dienst des einen Lehrers, aber nie in eigener Macht oder Weisheit.

Und mehr noch:

Welcher Art ist dieses Lehrer-Sein?

Es ist die Art Jesu.

Die Art, mit der Er Jakobus und Johannes zum Lehrer macht.

Dem Weg des Zeugen (Märtyrer)!

Kleingeld

Vor diesem Zeuge-Sein in der Form des Jakobus ist ein Weg.

Zum einen: Ich diene nicht nur, ich bin Diener.

Einer, der dient, dient wann er will – ein Diener dient, wenn er gerufen wird.

Zum anderen: Alles soll Dienst sein.

Beispiel:

Unser Reden auf dem Markt als Zeugen für Israel.

Ich habe dazu ein paar methodische Aspekte notiert: Methodische Ansätze.

Das ist bei weitem nicht alles.

Dazu kommen Aspekte der inneren Haltung gegenüber dem anderen.

Es kommt die Art des Redens über Menschen dazu – und all das, was ich von Frankl, Dorra, Buber und anderen gelernt habe.

Und nun von den alten Mitarbeitern an der Wahrheit der Thora.

In allem bin ich der, der am meisten zu lernen hat. Der erste Schüler.

Hinterlasse einen Kommentar