Sa 03.10.2026
Lukas 10:17-24 – Die Rückkehr der Zweiundsiebzig
(Evangelium des Tages)
Der Text
Übersetzung aus dem griechischen Urtext
17 Die Zweiundsiebzig aber kehrten mit Freude zurück und sagten: Herr, auch die Dämonen unterwerfen sich uns in Deinem Namen.
18 Er aber sagte zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz aus dem Himmel fallen.
19 Siehe, Ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und über die ganze Macht des Feindes, und nichts wird euch schaden.
20 Doch darüber freut euch nicht, dass die Geister sich euch unterwerfen; freut euch vielmehr darüber, dass eure Namen in den Himmeln eingeschrieben sind.
21 In eben dieser Stunde jubelte Er im Heiligen Geist und sprach: Ich preise Dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass Du dies vor Weisen und Verständigen verborgen und es Unmündigen offenbart hast. Ja, Vater, denn so war es Wohlgefallen vor Dir.
22 Alles ist Mir von Meinem Vater übergeben worden; und niemand erkennt, wer der Sohn ist, außer dem Vater, und wer der Vater ist, außer dem Sohn und dem, dem der Sohn Ihn offenbaren will.
23 Und Er wandte sich zu den Jüngern für sich allein und sprach: Selig die Augen, die sehen, was ihr seht.
24 Denn Ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.
Bill Gates
Am 27.09.2026 gab Bill Gates dem NBC in der Sendereihe „Meet the Press“ ein Interview. Auf die Frage, wie gefährlich die KI ist und wie viele Menschen sterben könnten, weist Bill Gates beispielhaft auf zwei Hauptthemen hin: biologische Angriffe und Cyberangriffe.
Mithilfe der KI können viel mehr Menschen als vorher genveränderte Biowaffen herstellen, die Pandemien auslösen können. Bill Gates geht nicht von einer bösen KI aus, sondern von bösen Menschen, die eine mächtige KI missbrauchen. Bill Gates meint, dass in diesem Jahr bestimmte gefährliche Schwellen überschritten worden sind.
Bill Gates nur einer von einigen sehr wichtigen Experten, die teils an der Entwicklung selbst beteiligt sind.
Und die KI selbst ist nur ein Thema. Aus Platzgründen nenne ich nur noch ein weiteres: Die Psychologie der Massen. Gustav Le Bon hat ein gleichnamiges Buch schon 1895 in Paris veröffentlicht.
Singularität
Das singuläre Geschehen der Weltgeschichte, der καιρός (Kairos) schlechthin, ist das Eintreten Gottes in die Menschheitsgeschichte. Ich kann leicht nachvollziehen, dass viele Menschen das nicht glauben können. Dass es einen Gott gibt, kann man relativ leicht glauben, und das Sein eines Gottes hat auch viele philosophische Argumente auf seiner Seite.
Aber dass Gott selbst wirklich in und durch einen Menschen Fleisch angenommen hat und den Weg gegangen ist, der von Jesus berichtet wird, ist menschlich und philosophisch gesehen „unglaublich“.
Und es ist genauso „unglaublich“ wie die von mir erwartete Wiederkunft Jesu. Manche Christen glauben das mit mir zusammen. Aber viele Menschen, viele Christen, leben nicht so, als wenn sie das von ganzem Herzen erwarten.
Allerdings leben die meisten Menschen – und Christen – auch so, als würden sie ihren eigenen Tod und die Konsequenz daraus nicht wirklich glauben.
Das sind alles einmalige Ereignisse.
Übrigens: Bill Gates kann sich bis zu 1 Milliarde sterbende Menschen vorstellen. Johannes berichtet in der Offenbarung von deutlich mehr.
Und nun?
Ich glaube, die Bibel ist kein Geschichtsbuch, sondern sie soll und will uns jetzt ansprechen. Jesus Christus spricht in Vers 24 selbst von dieser Singularität, über die ich rede. Diese Singularität lebt in der Spannung zu der Singularität Seiner Wiederkunft.
Wie würde ich leben, wenn ich das wirklich glauben würde?
Während ich das schreibe, spüre ich ein Problem, das mit der Jenseitserwartung vieler Christen zu tun hat.
Nahtoderfahrung
Bei vielen Christen begegnet mir eine Vorstellung von der Zeit nach dem Tod, die stark an die Bilder aus Nahtoderfahrungen erinnert. Aber ich kann aus der Bibel und aus meinen Gesprächen mit Gott nicht erkennen, dass es ein solches schwärmerisches, rosarotes Himmelserlebnis sein wird.
Gott wird mich bei meinem Namen nennen, und ich werde in einem Augenblick erkennen, welche Schuld und welche Verantwortungslosigkeit ich in meinem Leben gelebt habe. Es ist reale Schuld, die mit der Würde meines Menschseins zu tun hat. Nicht etwas, das mit einem Schwamm weggewischt werden kann.
Menschen, die Gott näher gekommen sind als ich, berichten regelmäßig von der Offenbarung und dem Bewusstwerden ihrer eigenen Schuld.
Ich deute das hier nur an. Denn es ist wie eine Vorschattung oder eine Einübung in eine lebendige Erwartung der Wiederkunft Jesu.
In dem Abschnitt vor dem heutigen Text geht es um die Weherufe über galiläische Städte. Der Jubelruf Jesu heute ist vor dem Schattenbild von gestern gezeichnet. Vor dem Ernstnehmen von Gericht und Hölle.
Ich kann nicht machen, dass ich das alles in seiner ganzen Tragweite erkenne. Aber ich kann mein Herz bereit machen, Dir so zu vertrauen – so, dass Du mich als jemanden erkennst, dem auch Du vertrauen kannst.