Auslöse

Fr 02.02.2024 Nes Amim, Israel – Darstellung des Herrn

Lk 2:22-40 Jesu Darstellung im Tempel

Trage Last, ja Schuld und beide werden erlöst.

Es geht nicht mehr um Beschneidung, also Zugehörigkeit zum Volk Gottes. Nun geht es um die männliche Erstgeburt.

Sie gehört Gott.

Seit dem die Leviten dies als Stamm übernommen haben, werden die anderen Erstgeborenen ausgelöst.

Jesus ist kein Levit.

Erstaunlich wie viel jüdische Tradition, oder besser gesagt, jüdische Vertrautheit mit den Ordnungen Gottes eine Rolle spielt.

Es ist nichts überflüssiges, überholtes, was hier geschieht. Sondern etwas Besonderes.

Ungleichheit

Ein Gott der Gegenwart heißt „Gleich“. Z. B. Gleichberechtigung.

Aber nur der Erstgeborene ist des Todes in Ägypten.

Keinerlei Gleichheit.

Nur der Erstgeborene in Israel ist Eigentum Gottes und wird gelöst.

Nur die Leviten sind Priester.

Das Israel der Erstgeborene Gottes ist, bringt den Gott der Herzen der Menschen zur Raserei.

Erschlage ich den Erstgeborenen habe ich seine Vorzüge.

Die Weinbergpächter schlagen den Erstgeborenen tot, damit ihnen der Weinberg gehört.

Die Kirche hat es immer so gedeutet, dass die Synagoge Jesus, den Sohn Gottes, also den Eigentümer, totgeschlagen hat.

Aber ist es nicht so, dass die Kirche Israel totschlägt.

Sei es in ungeheurer Respektlosigkeit. Sei es in Beschuldigung dessen, was uns mindestens genauso angeht. Ja, sogar im physischen Erschlagen von Juden über die Geschichte hinweg. Wie oft nennt Gott Israel Seinen Erstgeborenen!

Heute beteiligt sich meine Kirche daran, den Staat Israel erneut zu erschlagen.

Wer einfach so eine „Zweistaatenlösung“ fordert, wie es Pizzaballa und Franziskus tun, der fordert das Todesurteil der Juden. Diesmal in anderer Form.

Pharao und Ägypten

Die Sünde Pharaos gegen das Volk Gottes bezahlt das Volk der Ägypter mit seiner Erstgeburt.

Wie schnell nivellieren wir dies mit einer menschengemachten Definition von Gerechtigkeit. Die Gerechtigkeit Gottes hat nichts mit Gleichmacherei zu tun.

Was Verantwortliche tun, betrifft das ganze Volk. Die Leviten opfern für das Volk.

Stellvertretend

Die stellvertretenden Leiden Jesu und Sein stellvertretender Tod ist zwar einmalig – aber dennoch eine Struktur des Reiches Gottes.

Gott beruft Menschen und macht sie Seinem Sohn ähnlich. Und das Wesen ist, die anderen Brüder stellvertretend vor Gott zu bringen – mit allem, was dazu gehört.

Persönlich

Mit der „Sprache“ des 07.10.23 hat Gott mir Seinen Schmerz für Sein Volk gezeigt und mir aufs Herz gelegt.

Ich handle wie ich meine zu hören.

Hier aber entdecke ich etwas Neues.

Ich komme weniger wegen meines Herzens, sondern wegen meines Volkes und wegen meiner Kirche. Siehe Reisebericht von gestern.

Die Menschen hier sagen dreierlei. Sie fragen nach meinem Namen und sie fragen nach meinem Volk. Und manchmal nach meinem Glauben (gestern war es so).

Ein Volk, wohl verstanden als Verantwortungesgemeinschaft.

Ich bin nicht da, um zu missionieren.

Ich bin da, um mich zu verbinden.

Als einer, der mit der Schuld der Deutschen verbunden ist, und einer der doch ganz mit dem Bruder Israel verbunden ist.

Der Mann mit dem Schwarzen Hut in der Synagoge wusste sehr genau von Deutschland und unserer Stellung zu Israel.

Mein Name

Ich notierte vor einiger Zeit etwas zum Namen. Name als Erfüllung des Seins.

Als Bestimmung und Berufung.

Aus dem Zugehen auf den Namen, den endgültigen Namen auf der Stirn des Menschen, erwächst eine unfassbare Kraft.

Genauso spüre ich es hier.

Du, du Deutscher, ich sehe, du bist da.

Ja, erbarme dich, du geschlagener Bruder.

Umarmung, Gemeinschaft – Erlösung beider.

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