Fr 03.07.2036
Hebräisch
In loser Folge ein paar Entdeckungen beim Hebräisch lernen.
Ich tausche mich mit meiner Freundin Brig dazu aus.
Eltern
Beim Lernen der Familienzusammenhänge taucht הוֹרִים (horim) auf.
Es besteht ein sprachlicher Zusammenhang zu
הוֹרִים – Eltern
תּוֹרָה – Weisung, Lehre
מוֹרֶה – Lehrer
Thora – הוֹרָאָה (Anweisung)
Alle diese Wörter gehen auf die Wurzel י־ר־ה (jora) zurück.
Die Grundbedeutung der Wurzel ist wahrscheinlich „zeigen“, „weisen“, „eine Richtung geben“. Im Alten Testament kann das Verb יָרָה sogar „schießen“ (einen Pfeil auf ein Ziel richten) bedeuten. Daraus entwickelte sich die übertragene Bedeutung „den rechten Weg weisen“.
Deshalb ist die תּוֹרָה ursprünglich nicht einfach „Gesetz“, sondern „Weisung“ oder „Wegweisung Gottes“.
Gerade bei dem Thema Pfeil und Ziel erinnerte ich mich an die Zielverfehlung.
| Hebräisch | Griechisch |
|---|---|
| יָרָה – den Pfeil auf das Ziel richten | ἁμαρτάνω – das Ziel verfehlen |
| תּוֹרָה – die Weisung zum Ziel | ἁμαρτία – die Zielverfehlung |
Also:
Das hebräische Denken fragt: „Wer zeigt den Weg?“
Das griechische Bild fragt: „Hast du das Ziel getroffen?“
Daher: Ich entdecke das Hebräische als praktische Grundlage, als Wegweisung.
Für diese Texte habe ich Informationen aus ChatGPT mitverwendet.
danke vielmals für die Zusammenhänge. Dabei kommt mir das Gedicht von Khalil Gibran in den Sinn:
Khalil Gibran hatte selbst keine leiblichen Kinder. Seine berühmte philosophische Betrachtung „Eure Kinder“ aus seinem Werk Der Prophet (1923) ist jedoch eines der bekanntesten Gedichte über Elternschaft und bedingungslose Liebe. Es beschreibt Kinder als eigenständige Wesen und die Eltern als Bogen, von denen die Kinder als Pfeile in die Zukunft geschickt werden.
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